23.09.2017

Tatort Klingenmünster: In der idyllischen Nikolauskapelle und im Umfeld der Burg Landeck spielen sich mysteriöse Verbrechen ab – allerdings nur zwischen zwei Buchdeckeln. Der jüngste Kriminalroman, den Lilo Beil verfasst hat, hat eindeutigen Lokalbezug. Und das ist kein Wunder, denn die Autorin, die heute im Odenwald lebt, kennt das Dorf sozusagen wie ihre Handtasche. Sie ist in Klingenmünster im Pfarrhaus geboren und fühlt sich bis heute der Gemeinde eng verbunden.

Lilo Beil 2015 in der NikolauskapelleAm Samstag, 23. September, um 16 Uhr liest Lilo Beil „am Tatort“ – nämlich in der Nikolauskapelle – auf Einladung der Burg-Landeck-Stiftung aus ihrem Buch „Ein feste Burg“, das sie als Krimi zum Lutherjahr bezeichnet. Es handelt allerdings nicht direkt vom großen Reformator, sondern von einem gefürchteten Religionslehrer, der von seinen Schülern Luther genannt wird. Diesem finsteren Alten begegnen der pensionierte Kriminalkommissar Friedrich Gontard und seine Frau Anna bei einem Spaziergang mit Enkelkind in der Nähe der Landeck. Kurze Zeit später wird Gottlieb Schellhorn, so sein wirklicher Name, tot aufgefunden. Gontard und sein Nachfolger bei der Kripo Ludwigshafen vermuten eine Verbindung zu den „Deutschen Christen“, einer rassistischen Strömung des Protestantismus in der Nazizeit. Doch als eine zweite Leiche auftaucht, wird aus alten Feindschaften eine akute Gefahr. Gontards achter Fall ist ein packender Krimi um Liebe, Hass und Fremdenfeindlichkeit damals und heute.

Lilo Beil liest ohne Honorar; der Eintritt ist frei. Die Burg-Landeck-Stiftung erbittet jedoch von den Besuchern eine Spende für die Restaurierung der Nikolauskapelle. Parkplätze gibt es am Pfalzklinikum in etwa 200 Meter Entfernung.