| Die frühe Geschichte der Burg Landeck ist ebenso umstritten wie
die Annahme, dass die Landeck als Nachfolgeburg des nahe
gelegenen „Schlössels“ als Schutzburg des Kloster Klingenmünster
im 12. Jahrhundert erbaut wurde. Der Baubefund legt allerdings
eine Entstehung der Burg im späten 12. Jahrhundert nahe. |
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1237 |
Erste gesicherte urkundliche Erwähnung der Burg. Sie fällt bei
der Teilung im Hause Leiningen an Emich IV., der die Linie
Leiningen-Landeck begründet. Im Folgejahr werden die Ritter
Konrad von Klingen und Heinrich von Ingenheim sowie ein dominus
cinko und ein Vogt Anselm als Burgmannen auf der Burg
erwähnt. |
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| 1252 |
überträgt Emich IV. seinen Burganteil mit Erlaubnis des römischdeutschen
Königs Wilhelm von Holland an seine Ehefrau
Elisabeth. Die Burg ist je zur Hälfte als Reichslehen im Besitz der
Grafen von Leiningen-Landeck und der Grafen von Zweibrücken. |
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| 1289 |
| Noch vor dem Aussterben der Linie Leiningen-Landeck (1290)
fallen die leiningisches Anteile der Burg an Zweibrücken, die von
Reich lehensrührigen Teile werden von König Rudolf von
Habsburg an die mit ihm verwandten Ochsensteiner gegeben.
1304 überschreibt Otto IV. von Ochsenstein diese Burghälfte seiner
Frau Herzelaude als Wittum. Hierzu wird die Erlaubnis des
Abtes von Klingemünster eingeholt. |
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| 1333 |
| Der Teil der Grafen von Zweibrücken fällt bei einer Erbteilung an
die Linie Zweibrücken-Bitsch |
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| 1345 |
| befindet sich die eine Hälfte der Burg in den Händen der Brüder
Johannes und Otto IV. von Ochsenstein, die sie nun aber von Abt
und Konvent des Klosters Klingenmünster zu Lehen haben. Die
zweite Hälfte liegt in den Händen von Zweibrücken-Bitsch. |
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| 1358/1366 |
| Die Pfalzgrafen bei Rhein erhalten das Öffnungsrecht an der
Burg von Zweibrücken-Bitsch (1358) und von Ochsenstein
(1366), zudem das Vorkaufsrecht an der Burg. |
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| 1369 |
Durch Verkäufe und Verpfändungen werden Burgfrieden zwischen
den einzelnen Burgbesitzern Adelheid und Johann von
Ochsenstein, Dieter Kämmerer von Worms und Konrad
Landschaden von Steinach notwendig.
1381 und 1400 wird der Burgfrieden unter den verschiedenen
Rechteinhabern erneuert |
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| 1405 |
Das Hochtstift Speyer erwirbt ein Viertel der Burg von Friedrich
von Ochsenstein für 5350 Goldgulden.
Im selben Jahr wird ein Burgfriedensvertrag zwischen Bischof
Raban von Speyer, den Grafen Friedrich und Hanemann von
Zweibrücken-Bitsch und Friedrich von Ochsenstein beschlossen.
Speyer besitzt ein Viertel der Burg, die Ochsensteiner ebenfalls
ein Viertel und Zweibrücken-Bitsch die Hälfte der Burg. |
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| 1407 |
| Teilung der Burg zwischen Bischof Raban von Speyer und
Friedrich von Ochsenstein. In dem Vertrag werden verschiedene
Burgteile genannt, unter anderem zwei Palatien: Das „beumin
huss“ des Friedrich von Ochsenstein und das „steynin huss“ des
Bischofs von Speyer. Weiterhin wird in dem Teilungsvertrag eine
Küche erwähnt, das Sprachhäusel am Eingang der Burg sowie
Wasserrinnen, Dungplätze und der Turm, jedoch keine Kapelle. |
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| 1416 |
| Anlage eines Zwingers um die Kernburg |
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| 1456 |
| Einigung über den baulichen Unterhalt, die Bewachung und die
Bewaffnung der Burg. Jeder der drei Burgbesitzer soll zwei
Hakenbüchsen, ein Simmern Pulver, 100 Kugeln, zwei Armbrüste,
eine Winde und 100 Pfeile anschaffen; zwei Wächter werden
gemeinsam besoldet. |
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| 1464 |
| Inventaraufnahme des speyerisches Teils des Burg durch Bischof
Matthias Ramung. Die Bewaffnung dieses Teils besteht aus nur
zwei Hakenbüchsen und drei Handbüchsen. Auch der Hausrat ist
nicht sehr umfangreich. |
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| 1470 |
| Anbringung eines Marienbildes auf der Burg. |
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| 1485 |
Mit dem Erlöschen der Herren von Ochsenstein erhält Kurpfalz
deren Anteil der Burg als Lehen des Klosters Klingenmünster.
Somit sind Kurpfalz, die Grafen von Zweibrücken-Bitsch und das
Hochstift Speyer Burgeigentümer. |
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| 1509 |
leben drei Amtmänner auf der Burg: Hans von Rosenberg (Kurpfalz),
Hans Ziegler (Hochstift Speyer) und Hans von Hauenstein (Zweibrücken-Bitsch). |
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| 1525 |
| Die Bauern brennen die Burg im Bauernkrieg aus. |
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| 1567 |
| Aufhebung des Stifts Klingenmünster durch Kurfürst Friedrich
III. Damit ist Kurpfalz Lehensgeber für die Burg. Die Burg gehört
zur Hälfte Kurpfalz, je ein Viertel besitzen die Grafen von
Zweibrücken-Bitsch und das Hochstift Speyer. |
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| 1570 |
| Die Linie Zweibrücken-Bitsch stirbt aus. Kurpfalz übernimmt
deren Burgteil, außer Kurpfalz besitzt nur noch das Hochstift
Speyer ein Viertel der Burg. |
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| 1618-1648 |
| Dreißigjähriger Krieg. Die kurpfälzischen Teile der Burg fallen an
Erzherzog Leopold von Österreich, der sie 1622 dem Bischof von
Speyer überlässt. 1624 bis 1644 befinden sich Burg und Herrschaft
in gemeinsamer österreichisch-speyerischer Verwaltung.
1642 ist ein österreichischer Amtmann auf der Burg nachgewiesen. |
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| 1650 |
| werden die Kurpfälzer Teile restituiert. |
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| 1680 (?) |
| Im Pfalzischen Erfolgekrieg wird die Burg durch französische
Truppen zerstört. |
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| 1680-1697 |
| Das Amt Landeck steht als „sous-baillage Landeck“ unter französischer
Verwaltung. |
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| 1709 |
| Kurpfalz kauft im „Düsseldorfer Vertrag“ den speyerischen Teil
und ist damit im Alleinbesitz der zerstörten Burg. |
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| 1816 |
| Übergang der Burg an den bayerischen Staat |
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| 1857 |
Der aus Klingenmünster stammende Dichter August Becker beschreibt
die Ruine:
„Die Burg Landeck schaut ernst aus dem Kastanienwalde, malerisch,
imposant und noch scheinbar wohlerhalten. In grüner
Schlucht stehen die steinernen Pfeiler und das Tor, zu welchem
die Zugbrücke führte. Eine dreifache Mauer umschließt den gewaltigen
viereckigen Quaderturm; die äußere Ringmauer ist mit
vielen kleineren Ringtürmchen besetzt. Ein zweites, ungemein
massives Tor der gewaltigen inneren Mauer, deren Dicke, Höhe
und Festigkeit noch heute Staunen erregt, führt in den Burghof. |
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| 1881 |
| Gründung des Landeckvereins. Beginn der Restaurierungmaßnahmen. |