Vom 23.01. bis 17.02.2012 ist die Burgschänke im Betriebsurlaub.
Die Burg ist daher in diesem Zeitraum geschlossen.
Baugeschichte
Rückschlüsse auf die bauliche Entwicklung von Burg
Landeck lassen sich, abgesehen von einigen wenigen
Urkunden, nur aus der noch vorhandenen Bausubstanz
treffen. Bis Ende des 14. Jahrhunderts bestand
die Burg, wie es scheint, nur aus dem Bereich, den
die innere Ringmauer umfasst.
Ende 12. und
Anfang 13.
Jahrhundert
Die architektonischen Merkmale dieser Kernburg lassen
eine Entstehung um oder kurz vor 1200 annehmen.
Bergfried und Schildmauer bilden eine bauliche
Einheit und sind kurz nacheinander entstanden. Mit
der präzisen Steinsetzung ihrer Buckelquader sind
sie ein beredtes Zeugnis für die hohe Qualität eines
auf Wirkung ausgerichteten Mauerbaus. Das Haupttor mit ähnlicher Bauzier im romanischen Rundbogen
wie an der Madenburg könnte in der zweiten Hälfte
des 12. Jahrhunderts entstanden sein.
Anfang 15.
Jahrhundert
Im Teilungsvertrag von 1407 wird auf das „steinerne
Haus“ hingewiesen. Damit ist der Wohnbau an der
Westseite der Kernburg gemeint, der im Laufe der
Jahrhunderte mehrfach verändert worden ist. In seiner
Grundsubstanz dürfte er aus der ersten Bauphase
stammen. Erwähnt wird auch das „Sprachhäusel“,
Bestandteil einer zwingerartigen Torsicherung hinter
der Schildmauer, wo Ankommende nach ihrem Einlass
befragt wurden. Reste davon waren bis Ende des 19.
Jahrhunderts vorhanden.
Das ebenfalls genannte „beumin huss“, ein teilweise in
Fachwerk aufgeführtes Gebäude, nahm die Ostseite
der Burg ein. Es ist kurz vor 1407 errichtet worden.
1421 folgte der quer verlaufende südliche Gebäudeflügel, der die beiden großen Häuser miteinander verband.
Nach 1415 wurde die Burg aufgrund einer Übereinkunft
der Eigentümer mit der tiefer gelegenen
Zwingeranlage umgeben, einer Ringmauer mit eingesetzten
schalenförmigen Flankierungstürmen.
Zweite Hälfte
15. Jahrhundert
Nach 1456 entstand vermutlich vor dem Eingangsbereich
die großflächige Verteidigungsanlage in der
Art eines Vorwerks, das zum Aufstellen von Geschützen
geeignet war. Die Bauarbeiten waren mit
umfangreichen Erdbewegungen verbunden.
Möglicherweise stammt erst aus jener Zeit der in
Buckelquadertechnik errichtete Brückenturm. Er verfügte
über einen Erker als Aufenthaltsort für den
Torwächter. Weitere Ausbauten sind uns bis zur
Zerstörung der Burg Ende des 17. Jahrhunderts nicht
bekannt. Burg Landeck hat sich somit den Charakter
einer typischen Wehranlage des Hoch- und Spätmittelalters
bewahrt.